Die ersten 30 Tage nach einem Todesfall sind oft geprägt von Gefühlen von Verlust und einer Reihe von Aufgaben, die nicht warten können. Behörden, Banken, Versicherungen, Verträge — all das meldet sich, während man eigentlich noch gar nicht glauben kann, was passiert ist. Hier erfährst du, was in den ersten 30 Tagen nach dem Tod eines Menschen zu tun ist — und wer dir dabei helfen kann.
Die erste Woche: Atmen, organisieren, beginnen
In den ersten Tagen geht es vor allem darum, die wichtigsten Menschen zu informieren und die unmittelbaren Formalitäten anzustoßen.
Zuerst: Du musst das nicht alleine tragen. 💜 Auch wenn es sich vielleicht so anfühlt, erwartet niemand, dass du in diesen Tagen funktionierst wie sonst. Hol dir Unterstützung so früh wie möglich und nimm sie an, wenn sie angeboten wird.
Die ersten Tage sind leider immer geprägt von Formalitäten und To-dos, statt von der Zeit, die man zum Trauern und Verarbeiten braucht. Wir haben einen kostenlosen Leitfaden zusammengestellt, der dir durch diese Zeit hilft — Die erste Woche nach einem Verlust — den du herunterladen und griffbereit halten kannst.
Tod bestätigen und anmelden
Sobald ein Arzt den Tod festgestellt und den Totenschein ausgestellt hat, ist der erste offizielle Schritt die Anmeldung des Sterbefalls beim zuständigen Standesamt – in der Schweiz beim Zivilstandsamt. Dort wird der Todesfall offiziell beurkundet, und du erhältst mehrere beglaubigte Kopien der Sterbeurkunde.
Du wirst mehr Kopien brauchen, als du denkst, also hol dir am besten gleich genug, wenn du vor Ort bist.
Ein Bestattungsunternehmen kontaktieren
Parallel dazu sollte ein Bestattungsunternehmen früh in den Ablauf eingebunden werden. Gute Bestatter tun weit mehr als die Beerdigung zu organisieren: Sie kennen die lokalen Abläufe, können dich durch den Papierkram führen und nehmen dir in diesen ersten schweren Tagen überraschend viel ab.
Die Menschen informieren, die es wissen müssen
Enge Familienmitglieder und Freunde sollten persönlich informiert werden, am besten telefonisch, wenn nicht persönlich. Den Arbeitgeber der verstorbenen Person frühzeitig zu kontaktieren lohnt sich ebenfalls, nicht nur wegen laufender Verträge, sondern auch, weil manche Arbeitgeber Hinterbliebenenleistungen anbieten, von denen Familien oft gar nichts wissen.
Wenn du nicht sicher bist, wo du mit den unmittelbaren praktischen Schritten anfangen sollst, führt dich Meoleas Leitfaden für den Trauerfall klar und ohne Stress durch die ersten Schritte.
Woche zwei: Die Institutionen kommen ins Spiel
Ab der zweiten Woche beginnen die Gespräche mit Banken, Versicherungen und Behörden, und gut geordnete Unterlagen machen dabei den entscheidenden Unterschied.
Banken müssen über den Tod informiert werden, damit Konten korrekt behandelt und laufende Vereinbarungen aktualisiert werden können. Kontaktiere auch die Kranken-, Lebens- und Unfallversicherung der verstorbenen Person möglichst zeitnah. Rentenversicherungen und gegebenenfalls betriebliche Altersvorsorge gehören ebenfalls auf die Liste. Viele haben Meldefristen, die man im Trubel des Trauerns leicht verpasst, also schreib dir am besten direkt auf, wen du kontaktieren musst.
Du kannst dir diese Liste gerne kopieren:
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Lebens- und Unfallversicherung
- Banken und Kreditinstitute
- Rentenversicherung und Pensionskasse
- Arbeitgeber der verstorbenen Person
- Vermieter oder Hausverwaltung (falls zutreffend)
Eine unserer Nutzerinnen — Inge aus Nürnberg — erinnert sich noch genau daran, wie sie eine Woche nach dem Tod ihrer Mutter am Bankschalter stand. Sie hatte die Sterbeurkunde dabei, wusste aber nicht, welche Konten ihre Mutter überhaupt hatte, welche Versicherungen noch liefen oder wer Vollmacht hatte. „Die Mitarbeiterin war sehr nett„, sagt sie. „Aber ich wusste einfach nicht, wo ich anfangen sollte.“ Sie hat sich schließlich durchgekämpft — aber es hat Wochen länger gedauert als nötig.
Eine einfache Übersicht über Konten, Versicherungen und Kontaktpersonen, die die verstorbene Person im Voraus angelegt hat, verändert alles. Meolea ist genau für diesen Gedanken gebaut.

Woche drei: Den Nachlass sichten
Jetzt geht es darum, ein realistisches Bild von dem zu bekommen, was die verstorbene Person hinterlassen hat — Vermögen ebenso wie Verbindlichkeiten.
Das Wort „Nachlass“ klingt groß und formal. In der Praxis geht es meist um ganz konkrete Dinge: ein Sparkonto, ein Auto, ein paar Versicherungspolicen, vielleicht eine Immobilie. Manchmal auch Schulden. Meistens erben Angehörige beides und haben in der Regel das Recht, die Erbschaft auszuschlagen, wenn die Schulden überwiegen. Diese Entscheidung ist meist fristgebunden, also nicht zu lange warten.
Falls ein Testament vorhanden ist, sollte es unverzüglich beim Nachlassgericht eingereicht werden. Das ist in den meisten Ländern gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn du der einzige Erbe bist. Das Gericht eröffnet das Testament dann offiziell.
Ob du darüber hinaus einen Erbschein – in Österreich: Einantwortung, Erbbescheinigung in der Schweiz – benötigst, hängt von deiner Situation ab. Zum Beispiel gehen gemeinsam geführte Konten manchmal ohne einen, aber ein kurzes Gespräch mit einem Notar oder Anwalt lohnt sich in dieser Phase fast immer. Wenn die verstorbene Person einen eigenen Notar hatte, sind dessen Kontaktdaten das Erste, was du finden solltest.
Woche vier: Laufendes kündigen oder übertragen
In der vierten Woche brauchen wiederkehrende Verträge und Abonnements Aufmerksamkeit — die meisten laufen sonst still weiter.
Heute ist das digitale Erbe genauso wichtig wie das persönliche. Mobilfunkverträge, Streaming-Dienste, Zeitungsabonnements und Vereinsmitgliedschaften laufen nach einem Tod weiter, bis jemand handelt. Die meisten können im Todesfall mit einer verkürzten Frist gekündigt werden; eine Kopie der Sterbeurkunde reicht in der Regel als Nachweis. Das Gleiche gilt für Mietverträge, bei denen viele Länder besondere gesetzliche Schutzregelungen für Angehörige kennen.

Vergiss auch digitale Konten nicht — E-Mail, soziale Netzwerke, Cloud-Speicher. Die meisten großen Plattformen bieten einen Gedenkstatus oder vollständige Löschung an; beides erfordert in der Regel einen Todesnachweis. Das ist noch relatives Neuland, aber ein immer wichtigeres Thema.
Viele Menschen hinterlassen heute mehr online als offline.
Wer hilft dir dabei?
Du musst diese Wochen nicht alleine durchstehen — es gibt Menschen und Institutionen, deren Aufgabe genau das ist.
Eine Plattform wie Meolea ist genau für diesen Moment da: um dir zu helfen, dich im Informationschaos zurechtzufinden, alle Beteiligten auf dem Laufenden zu halten und sicherzustellen, dass nichts Wichtiges untergeht. Außerdem erleichtert sie es Banken, Versicherungen und allen anderen Beteiligten, deinen Fall zügig zu bearbeiten.
Bestatter sind weitere hilfreiche Ansprechpartner. Sie kennen die lokalen Abläufe in- und auswendig und sind von Anfang an dabei — was bedeutet, dass sie dich bei jedem Schritt in die richtige Richtung weisen können. Notare kümmern sich um Testament, Erbschein und Nachlassregelung. Anwälte mit Schwerpunkt Erbrecht sind wertvoll, sobald es komplexer wird — mehrere Erben, Immobilien oder Streitigkeiten.
Wenn die verstorbene Person einen Steuerberater hatte, übernimmt dieser die Erbschaftssteuererklärung. Banken verfügen oft über eigene Nachlassabteilungen, die hilfreicher sein können, als man denkt – insbesondere, wenn sie bereits Software wie Meolea einsetzen.
Ein letzter Gedanke
Dreißig Tage sind eine kurze Zeit für so vieles. Aber du bist nicht allein damit. Sprich mit den Menschen, die dir nahestehen, und lass sie dir helfen.
Nutze die Unterstützung, die dir zur Verfügung steht — auch unseren kostenlosen Leitfaden für die erste Woche nach einem Verlust — und geh es Schritt für Schritt an. Die meisten Familien schaffen es — nicht weil sie alles richtig machen, sondern weil sie füreinander da sind.