Wenn jemand stirbt, ist plötzlich alles anders. Viele Menschen suchen dann nach was passiert nach einem Todesfall, was ist in den ersten 72 Stunden zu tun oder wen muss man benachrichtigen, wenn jemand stirbt – weil sie schnell klare, verlässliche Informationen brauchen.
Dieser Leitfaden erklärt, was in den ersten drei Tagen nach einem Todesfall typischerweise passiert, was sofort erledigt werden sollte, was warten kann und wo es in der Praxis häufig hakt. Er richtet sich an Menschen, die so eine Situation zum ersten Mal erleben und einfach Orientierung brauchen.
Es ist okay, wenn sich alles überwältigend anfühlt
In den ersten Tagen nach einem Todesfall geht es nicht darum, alles zu regeln. Es geht darum, ein paar notwendige Entscheidungen zu treffen und zusätzlichen Stress zu vermeiden.
Uns ist wichtig, das klar zu sagen: Es ist völlig normal, in dieser Situation ganz unterschiedliche Gefühle gleichzeitig zu haben. Egal, wie gut Du oder Deine Angehörigen vorbereitet seid – wenn es wirklich passiert, geht jeder Mensch anders damit um.
Viele glauben, sie müssten sofort „alles erledigen“. Tatsächlich sind nur wenige Schritte wirklich zeitkritisch. Vieles kann warten, bis sich die erste Situation etwas gesetzt hat.
Das Problem ist, dass Trauer und Unsicherheit es schwer machen zu erkennen, was dringend ist und was nicht. Deshalb fühlen sich die ersten 72 Stunden oft chaotisch an – selbst dann, wenn alle ihr Bestes geben.
Wenn Du Dir einen besseren Überblick verschaffen möchtest, wirf gerne einen Blick in unseren ausführlichen Schritt-für-Schritt-Guide zur Vorsorge und Nachlassplanung.

Den Tod feststellen lassen und klären, wer zuständig ist
Der erste formale Schritt ist die ärztliche Feststellung des Todes.
Stirbt eine Person zu Hause, muss in der Regel ein Arzt oder eine Ärztin gerufen werden, der bzw. die den Tod bestätigt und den Totenschein ausstellt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieses Dokument Voraussetzung für alle weiteren Schritte. In Großbritannien oder den USA unterscheiden sich die Abläufe je nach Region, aber auch dort ist eine medizinische Bestätigung zwingend notwendig.
Verstirbt die Person in einem Krankenhaus oder Pflegeheim, übernimmt das Personal diesen Schritt meist automatisch und erklärt Dir, wie es weitergeht.
Gerade hier zeigt sich, wie hilfreich es ist, wenn wichtige Informationen oder Wünsche bereits festgehalten sind.
Mit Meolea kannst Du zentrale Dokumente und Hinweise an einem Ort speichern, damit Angehörige nicht in einer ohnehin belastenden Situation danach suchen müssen.
💡 Praktischer Hinweis:
Ist der Todesfall zu Hause passiert und es ist außerhalb der üblichen Sprechzeiten, kann es etwas dauern, bis ein Arzt kommt. Wenn möglich, halte grundlegende persönliche Daten schriftlich bereit (vollständiger Name, Geburtsdatum, Adresse). Das beschleunigt den Ablauf oft.

Angehörige informieren und eine koordinierende Person festlegen
Eine Person sollte die Kommunikation koordinieren, um Missverständnisse und zusätzliche Belastung zu vermeiden.
Nachdem der Tod festgestellt wurde, sollten enge Angehörige oder nahestehende Personen informiert werden. Das ist kein formaler Pflichtschritt, wird aber sehr schnell zu einer praktischen Notwendigkeit.
Was sich bewährt hat: früh festlegen, wer den Überblick behält. Das heißt nicht, dass diese Person alles allein regeln muss. Es geht darum, einen zentralen Ansprechpartner zu haben, der weiß, was bereits erledigt ist und was noch offen ist.
Ohne diese Abstimmung werden Anrufe doppelt geführt, Informationen gehen verloren oder Angehörige setzen sich gegenseitig unter Druck – meist ungewollt.
Auch hier hilft es enorm, wenn Notizen, Kontaktlisten oder Hinweise bereits strukturiert vorliegen. Sind Informationen über E-Mails, Ordner und Handys verstreut, kosten selbst einfache Fragen viel Zeit.
Mit Meolea kannst Du z. B. Vertrauens- oder Nachlasskontakte festlegen, damit im Ernstfall klar ist, wer Zugang zu welchen Informationen hat.
Was muss schnell entschieden werden?
Nur wenige Dinge sind wirklich dringend – viele können ohne Nachteile ein paar Tage warten.
Nur wenige Dinge sind wirklich dringend – viele können ohne Nachteile ein paar Tage warten.
Typischerweise gehören dazu:
- die vorübergehende Versorgung des Verstorbenen (vor allem bei einem Todesfall zu Hause)
- die Kontaktaufnahme mit einem Bestattungsunternehmen
- die Sicherung der Wohnung und persönlicher Gegenstände
In vielen Ländern muss innerhalb weniger Tage ein Bestatter kontaktiert werden. Das heißt jedoch nicht, dass alle Details sofort festgelegt werden müssen – zunächst geht es um die grundlegende Organisation.
Wenn Du Dich mit dem Thema näher beschäftigen möchtest, findest Du in unserem Ratgeber zu Bestattungsarten und -kosten weitere Informationen.

Ist der Todesfall zu Hause passiert und die Person hat allein gelebt, sollte die Wohnung gesichert werden. Gibt es Haustiere, muss jemand ihre Versorgung übernehmen.
Andere Themen – wie Nachlassfragen, Versicherungen oder Kündigungen – müssen jetzt noch nicht erledigt werden. Ein häufiger Fehler ist der Versuch, „aktiv zu bleiben“, statt sich Zeit zu geben, die Situation überhaupt zu begreifen.
💡 Praktischer Hinweis:
Wenn Du die Wohnung verlässt, nimm – sofern leicht auffindbar – den Ausweis der verstorbenen Person und medizinische Unterlagen mit. Diese werden oft früher benötigt, als man denkt.
Was nicht sofort erledigt werden muss
Viele Menschen geraten unter Druck, weil sie glauben, rechtliche und administrative Dinge müssten sofort erledigt werden. Das ist in den meisten Fällen nicht so.
Bankangelegenheiten, Versicherungen, Abos oder der Nachlass können in der Regel Tage oder sogar Wochen warten. Wer hier zu früh aktiv wird, stößt oft auf Probleme, weil Unterlagen oder Zugriffsrechte noch unklar sind.
Die Anmeldung des Todes beim Standesamt hat zwar Fristen, diese werden jedoch nicht in Stunden gemessen. Der Arzt oder die Ärztin, die den Tod festgestellt hat – häufig der Hausarzt – kann Dir auch sagen, welches Amt zuständig ist.
Wenn jemand Dich drängt, „das jetzt sofort zu regeln“, ist es meist sinnvoll, kurz innezuhalten und zu prüfen, was tatsächlich erforderlich ist.
Digitaler Zugriff wird schneller relevant als gedacht
Handys, E-Mail-Konten und Online-Kalender spielen oft schon in den ersten Tagen eine Rolle.
Ein Telefon wird benötigt, um Kontakte zu informieren. In E-Mails finden sich Hinweise zu Terminen, Zahlungen oder laufenden Verpflichtungen. Häufig stellen Angehörige fest, dass wichtige Informationen ausschließlich digital vorliegen.
Ohne vorherige Regelung ist oft unklar, was genutzt werden darf und was nicht. Diese Unsicherheit führt zu Verzögerungen und Frust.
Mit Meolea können digitale Zugriffs- und Wunschregelungen im Voraus dokumentiert werden, sodass Angehörige wissen, was erlaubt ist und wo sie suchen müssen.
Beispiel aus der Praxis
Eine Frau Anfang 40 verliert ihren Partner völlig unerwartet. Er hatte „alles geregelt“, doch niemand wusste wo. Sein Handy war gesperrt, seine E-Mails nicht zugänglich, wichtige Unterlagen lagen an mehreren Orten.
Die Bestattung ließ sich gut organisieren. Was Zeit kostete, war das Finden grundlegender Informationen: Versicherungen, berufliche Kontakte, anstehende Verpflichtungen.
Nichts davon war absichtlich verborgen. Es war einfach nicht zentral gesammelt.
Genau für solche Situationen ist Meolea gedacht: als ein Ort, an dem Informationen, Dokumente und Hinweise strukturiert abgelegt und für die richtigen Personen zugänglich sind.

Du musst das nicht allein bewältigen
Die ersten 72 Stunden sind deutlich leichter, wenn Informationen, Zuständigkeiten und Wünsche klar sind.
Was Menschen in dieser Phase meist brauchen, sind nicht mehr Aufgaben, sondern weniger offene Fragen. Zu wissen, wo Informationen liegen, wer was übernimmt und was sich der Verstorbene gewünscht hat, macht einen großen Unterschied.
Mit Meolea kannst Du genau dafür vorsorgen: Dokumente, Kontakte, Hinweise und Wünsche sicher an einem Ort – zugänglich für die Menschen, die zählen. Einmal eingerichtet, ist alles da, wenn es gebraucht wird.
Wenn Du es Deinen Angehörigen leichter machen möchtest, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen.
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Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Schritte in den ersten 72 Stunden nach einem Todesfall?
Die ärztliche Feststellung des Todes, das Informieren naher Angehöriger, erste Bestattungsorganisation und das Sichern der Wohnung gehören meist zu den zeitkritischen Punkten.
Muss ich sofort einen Anwalt kontaktieren?
In der Regel nein. Rechtliche und erbrechtliche Themen können meist warten, bis die ersten Tage vorbei sind.
Sind die Abläufe überall gleich?
Nein. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Land und Region. Maßgeblich sind immer die lokalen Vorschriften.
Welche Unterlagen werden früh benötigt?
Häufig werden ein Ausweis und der Totenschein benötigt. Weitere Dokumente können meist später zusammengestellt werden.
Wie kann ich meine Familie auf so eine Situation vorbereiten?
Indem Du Informationen, Dokumente und Zugriffsregelungen zentral organisierst und dafür sorgst, dass die richtigen Personen wissen, wo sie diese finden.
Meolea macht die Vorsorge zum Lebensende und die Verwaltung des Nachlasses super einfach! In 5 Minuten können Sie mit den Vorbereitungen beginnen und Ihre Familienmitglieder einladen.